LORE-KERAMIK - Hauptstraße 98, D-15837 Baruth/Mark - Telefon (+49) 033704 17734

Es ist meist der kleine Moment, die kleinen Nebensächlichkeiten und Gesten, die täglich 100 mal passieren und die bestimmt jeder kennt. Diese Momente werden aber wegen Streß und Alltagssorgen kaum noch wahrgenommen.

All diese kleinen Momente machen den Tag in unserer schnelllebigen Zeit aber erst schön. Also halte ich diese irden fest und sorge somit ein stückweit dafür, dass sie nicht vergessen werden.

Wer möchte, kann sich gern durch meine Rubrik "Keramik" hier durchklicken. Und möglicherweise wird die eine und bestimmt auch der andere dabei einen persönlichen "Lieblingsmoment" in Keramik entdecken. Also lasst fröhliche Neugierde zu und schaut einfach mal rein ...

Mein Logo ist die Sternschnuppe. Ich habe sie für mich gewählt, weil sie zu meinem Denken und Bestreben passt. Sie verfügt über eine gewisse Symbolkraft und ist oft nur ein Funke des Lebens, der aber so groß und wichtig ist und alles zusammenhält.

Die Entstehung meiner Schnuppe ist schnell erzählt. Ich sitze gerne nachts nach getaner Arbeit im Garten und beobachte die Sterne. Ab und zu sieht man eine Sternschnuppe.

Es heißt, dann kann man sich etwas wünschen und dieser Wunsch geht in Erfüllung. Das habe ich aber vor lauter Staunen noch nie geschafft. Also muß man sich etwas einfallen lassen ...

Meine Schnuppe ist schon heruntergefallen und liegt auf dem Rasen oder hängt im Baum, glüht aber immer noch vor sich hin. Also genug Zeit um sich etwas zu wünschen - und Glück bringt sie sowieso. Diese kleine Geschichte über meine Schnuppe ist prägnant für mich und meine Arbeit.

Ich habe mir den ruppigsten Ton ausgesucht für meine Figuren. Er ist so rau, grob und ruppig wie das Leben an sich. Wenn man es aber schafft, einer Figur eine weiche Bewegung oder ein Lächeln einzuhauchen, kann man die ganze Zart- und Empfindlichkeit des Lebens sehen. Es sind nur kleine Momente die ich festhalte und dafür sorge, dass sie nicht vergessen werden und für einen kleinen Augenblick zumindest - leuchten.

Wie meine Sternschnuppen ...

Was gibt es schöneres, als in der Wanne zu sitzen? Und dann noch zu zweit ... Wasserspiele plätschern vor sich hin und Nixen kichern um die Wette. Manchmal ist es auch die Vorfreude auf ein Bad. Noch eingehüllt in Tuch, ahnt man schon, das gleich der Startschuß kommt. Inspiriert und animiert möchte man am liebsten mit dabei sein.

 

Zugegeben, Werkstatt ist ein bißchen übertrieben. Es ist mehr ein Platz des Schaffens. Irgendwo muß man ja seine Ideen umsetzen. Denn draußen im Garten würde der Ton zu schnell trocknen ...

Kurz vor Fertigstellung einer Figur brauche ich die Zeit für ein Zwiegespräch. Das dauert! Und ist doch fast das Wichtigste. meist schenke ich ihr noch einen schönen Gedanken und sorge dafür, daß sie ihn weiterträgt.

Genauso wichtig ist der Ton an sich. Der gute alte "Westerwälder". Ich habe lange gesucht und viele Tone ausprobiert, bis ich "Ihn" gefunden habe.

Ruppig und grobkörnig, aber doch strahlend in warmen Ziegelrotton kommt er daher. Und genau dieser gibt mir die Möglichkeit, noch mehr Gefühl und Bewegung sichtbar zu machen.

Fast nicht zu glauben, wenn Fuchs und Hase sich gemeinsam im Gras tummeln. Und der Tiger gar durch die Büsche guckt. Und die dicken, gemütlichen Hummeln geschäftig über ein Blumenmeer brummen.

Ein paar korrekte Eigenheiten am Tier sind schon wichtig, obwohl ich es mir nicht verkneifen kann, einige menschliche Züge mit einzubringen. Denn das Zusammenspiel von Natur und Ton und seine Geschichten, ist wie eine Symbiose. Eines hängt immer vom anderen ab ...

 

 

Variabel und in allen Lebenslagen. Manchmal sind es Inselfreundschaften, Menschen, Tiere oder Pflanzen, die die Kugeln bevölkern. Es ergeben sich dadurch lauter kleine Lebensgeschichten, die jeder Betrachter durchaus für sich auslegen kann.

 

Jedes eckige Relief könnte man auch rund darstellen. Und ebenso einen runden Hut - eckig.
Entscheidend ist immer die Geschichte dazu ...

 

 

 

Ein bißchen frivol und frech und nicht so ernst zu nehmen. Und doch ganz normale Alltagssituationen. Engel und Teufel sind wohl mehr symbolisch zu betrachten. Haha, denn nicht immer wollen wir ein Engel sein!

Aber wo wären wir ohne den Teufel? Und ohne Revolution, ohne Abenteuer und ohne Lust ...

 

 

Egal ob Sommer oder Winter. Es kann alles draußen bleiben! Nur bei Gefäßen oder wenn Wasser nicht ablaufen kann, wäre es angebracht, den Ton in Sicherheit zu bringen. Trotz guter Haltbarkeit ist Frost ein starker Gegenspieler.

Wenn man die Tonfiguren übers Jahr im Garten belässt, gibt es noch einen wunderschönen Nebeneffekt. Durch Feuchtigkeit und Kälte im Winter, setzen sich Moose, Flechten und eine normale Patina an den Oberflächen fest. Aber keine Bange, die Sonne brutzelt im Sommer alles wieder weg. Es ist wunderbar zu sehen, wie die Natur ihr Recht fordert und meine Keramikfiguren ein Eigenleben entwickeln.

Man könnte denken - 100 Jahre stehen sie da und haben nur auf uns gewartet ...

 

 

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